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Einsendung vom: 14.05.10
310)
Scherenstuhl Teil II
von Othmar Jung aus 6343 Buonas ZG



Also das kam so. Ich wohne in der Schweiz in der Nähe der altehrwürdigen Stadt Zug. Dort gibt es eine wunderschöne und sehenswerte Altstadt direkt am Zugersee und da gibt es auch einen antiken Pulverturm. In diesem Pulverturm fand vor Jahren mal ein Vortrag statt - ich kann mich nicht mal an's Thema erinnern - es war was über Steuern und Finanzen - jedenfalls war es eine langweilige Angelegenheit - sonst wüsste ich noch was da vorgetragen wurde.
Aber neben dem Vortragsredner und dem altehrwürdigen Gemäuer stand da doch ein ziemlich alt aussehender Scherenstuhl und der hat es mir angetan und sofort mein Interesse geweckt. - Der würde doch sehr gut zum Pizzaofenturm in unserem Haus passen - so dachte ich mir. Also die Entscheidung fiel spontan, den stelle ich mir selbst her. Während des langweiligen Vortrages hatte ich jedenfalls genügend Zeit, die ersten Rohskizzen an Ort und Stelle anzufertigen - und dann in den folgenden Tagen hab ich alles an Informationen eingesammelt, was nach Scherenstuhl aussah. Ich wollte etwas Spezielles und habe darum zu den aufwändigen und anspruchsvollen Tischlerarbeiten (vor allem das Auskehlen der gebogenen Stuhlleisten anhand einer Pilotleiste war äußerst heikel) einiges an Zeit verbracht, Schnitzereien anzubringen. (Weiter Teil III)

 
Einsendung vom: 14.05.10
309)
Scherenstuhl Teil I
von Othmar Jung aus 6343 Buonas ZG



Im Zusammenhang mit dem ausgeschriebenen "Holzwerker des Jahres" bin ich mal etwas vertiefter durch Ihre Internet-Seiten gewandert. Dabei habe ich festgestellt, dass Sie in der nächsten Nummer der Zeitschrift einen "Scherenstuhl" und dessen Herstellung vorstellen werden. Da bin ich natürlich sofort hellhörig geworden, da ich eben einen solchen schon selbst angefertigt habe. Ich habe dann gedacht, dann schick ich denen eben mal meine Version zur Begutachtung und zum Vergleich. Ich werde ja dann schon sehen, wo sie es anders gemacht haben. Ich freu mich jedenfalls schon auf die nächste Ausgabe. Gleichzeitig kann diese meine Arbeit ja auch als Projekt für den "Holzwerker des Jahres" dienen.
 
Einsendung vom: 14.05.10
308)
Spiralsäule mit eingelassener Vase Teil II
von Othmar Jung aus 6343 Buonas ZG



Das Besondere an dem Objekt liegt darin, dass es nun als Standsäule eine eindrückliche Erscheinung abgibt, aber auch als Blumenvase Verwendung finden kann. Ich habe nämlich in die obere Öffnung eine Glasvase mit angedrechseltem und angeleimtem Ring angefertigt, sodass das Projekt auch als Blumenvase Eindruck machen kann.
Arbeitszeit:
Ca. 50 Stunden
Werkzeuge und Maschinen:
Drechselbank, Stichsäge, Elektrofeile.

 
Einsendung vom: 14.05.10
307)
Spiralsäule mit eingelassener Vase Teil I
von Othmar Jung aus 6343 Buonas ZG



Ich hatte vor einiger Zeit einen Nussbaum-Rohling vorgedrechselt und ausgehöhlt (78 cm hoch und 20 cm im Durchmesser). Dies war eine größere Operation und geschah mittels einer Lünette und speziellen Ausdreh-Haken sowie dem Murray-Tool. Anschließend habe ich das Stück zur endgültigen Trocknung auf die Seite gelegt. Das Resultat hat mich nicht wirklich befriedigt, die Standvase war einfach ein "etwas langweiliges Stück" - also was tun. Ich kam auf die Idee, etwas "spiralförmiges" daraus zu machen und habe die Spiralen mal auf den Rohling aufgetragen. Schon dies eine Herausforderung - es musste ja alles schlussendlich "aufgehen" und gleichmäßig und regelmäßig aussehen.
Besonderheiten:
Wie beschrieben, das Ausdrechseln und Aushöhlen einer tiefen Vase mittels einer Lünette und Spezialwerkzeugen ist schon eine nicht alltägliche Geschichte und sehr arbeitsintensiv. Nach dem Aufzeichnen der geplanten "Spiralsäulen" habe ich mit Hilfe der Stichsäge die Zwischenräume frei gemacht und dann:
- Feilen - Feilen - Feilen - Feilen - ...
- Schleifen - Schleifen - Schleifen - ...

 
Einsendung vom: 14.05.10
304)
Eine Schale aus zwei Brettern Teil II
von Othmar Jung aus 6343 Buonas ZG



Arbeitszeit:
Ca. 20 Stunden
Werkzeuge und Maschinen:
Hobelmaschine (in der lokalen Freizeitwerkstatt hat es gottseidank so etwas!), dann Bandsäge mit kippbarem Tisch (45 Grad kippbar), Drechselbank.
Herausforderungen:
Wie gesagt, genaues Arbeiten und ein besonderes Augenmerk auf die präzise Verleimung der einzelnen Holzringe. Hierzu müssen notwendigerweise speziell zugeschnittene Holzkeile (45-Grad-Keile) her, damit die Verleimerei präzise ausgeführt werden kann. Es muss nach der Verleimung der ersten drei Ringe mittels einer Vorrichtung (runde Kartongrundlage als Boden) damit die verleimten Kreise ums Zentrum gedreht werden können und überprüft werden kann, dass die aufgebauten Schalenringe genau ums Zentrum laufen und sich nicht auf irgendeine Seite verschoben haben. Dies ist speziell wichtig beim letzten Stück (ein Hilfsstück wird vorerst rund gedrechselt und mittels Papierverleimung als letztes Stück aufgeleimt). Alles sollte nun rund laufen und die Drechslerei kann beginnen.
Diese Arbeit hat jedenfalls Spaß gemacht und ist ganz gut rausgekommen, wie die Fotos zeigen. Speziell ist darauf hinzuweisen, dass die einzelnen Ringe bei der Verleimung um ca. 3 cm (im Kreis) verschoben wurden, was zu dem attraktiven Treppenmuster geführt hat. Die Fotos zeigen die hier vorgestellte Schale bestehend aus Boden plus 6 Ringen plus überhängendes oberes Randstück.
Das Foto der zweiten Schale (die mit den Früchten) bestehend aus dem Boden plus 3 Ringen und dem breiten oberen Rand und dem unterleimten unteren Schlussring. Alles auch aus zwei Brettern!

 

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Ansprechpartner:
Manuela Daher
Tel: +49 511 9910-305
Fax: +49 511 9910-013
Mail an Manuela Daher





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